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Antiquitäten im Steuerrecht

Als Antiquität gilt – für die steuerliche Beurteilung – ein Gegenstand, der älter als 150 Jahre ist oder dem aufgrund der Herkunft aus einer besonderen Stil-Epoche ein besonderer Wert zukommt. Wenn dem Barockgegenstand im Rahmen des Betriebs eine Funktion zukommt (außer der bloßen Zierde bzw. dem Zur-Schau-Stellen), so sind Aufwendungen für diesen Gegenstand dem Grunde nach angemessen (z.B.: Barock-Schreibtisch). Der Höhe nach unterliegen solche Aufwendungen in einem zweiten Schritt einem Vergleich mit einem neuen, zweckentsprechenden
Möbelstück bzw. Einrichtungsgegenstand. Kommt dieser Vergleich zum Ergebnis, dass die Antiquität um mehr als 25 % teurer ist als die Anschaffungskosten des zweckentsprechenden neuen Gegenstands, so ist der Betrag, der über den Anschaffungskosten des zweckentsprechenden neuen Möbelstücks liegt, zur Gänze als unangemessen auszuscheiden und nicht abzugsfähig.

Freigrenze beachten:
Sofern die Anschaffungskosten der einzelnen Antiquität nicht € 7.300 ,-- übersteigen, wird vonseiten der Finanzverwaltung keine Angemessenheitsüberprüfung vorgenommen.

Keine Abschreibung:
Antiquitäten und andere Kunstgegenstände unterliegen grundsätzlich keiner Abnutzung, weil sie durch ihren Gebrauch nicht an Wert verlieren.

Stand: 15. August 2005