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Ausnahme von der FSVG-Versicherung bei niedrigen selbstständigen Einkünften

Die Befreiung von der Pflichtversicherung setzt immer einen Antrag voraus, ferner ist eine Sperrfrist zu beachten.

Konkret kann die Ausnahme von Versicherten beantragt werden, die

  • innerhalb der letzten 60 Kalendermonate nicht länger als 12 Kalendermonate nach dem GSVG/FSVG pflichtversichert waren oder
  • das 60. (Frauen) bzw. 65. (Männer) Lebensjahr erreicht haben oder
  • das 57. Lebensjahr vollendet und die unten genannten Voraussetzungen auch schon in den letzten fünf Kalenderjahren erfüllt haben.

Zusätzlich dürfen die jährlichen Einkünfte aus der freiberuflichen Tätigkeit maximal das Zwölffache der monatlichen ASVG-Geringfügigkeitsgrenze, somit derzeit € 4.093,92 p.a. ausmachen und die jährlichen Umsätze den Betrag von € 30.000,00 nicht übersteigen.

Für Wohnsitzärzte, das sind Ärzte, die weder eine Ordinationsstätte noch ein Dienstverhältnis haben (z. B. Betriebsärzte auf Werkvertragsbasis, Praxisvertretungen), ist die Kleinstunternehmerregelung jedoch nicht anwendbar.
Ist der Arzt aber aufgrund seiner unselbstständigen Tätigkeit in einem Krankenhaus bereits über der Höchstbeitragsgrundlage von € 3.840,00 pro Monat, sollte ein Antrag auf Differenzvorschreibung gestellt werden, um GSVG-Beitragsvorschreibungen zu vermeiden. In diesem Fall schreibt die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft keine Beiträge vor. Ein Antrag auf die Anwendung der Kleinstunternehmerregelung erübrigt sich in diesem Fall, es müssen auch keine Einkunfts- und Umsatzgrenzen beachtet werden.

Stand: 15. August 2007