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Bei Hausanteil kein Anspruch auf Betriebsausgabenpauschale

Wenn die Krankenanstalt einen „Hausanteil“ für die Benützung ihrer Einrichtungen einbehält, können keine weiteren Betriebsausgaben durch die Inanspruchnahme der Betriebsausgabenpauschale angesetzt werden.
Daran ändert sich auch nichts, wenn ein Primararzt in seinem Namen gegenüber dem Zahlungsverpflichteten abrechnet und einen „Honorarrücklass“ in Abzug bringt. Wird dieses Honorar anschließend auf die untergeordneten Ärzte verteilt, können auch diese nicht die Betriebsausgabenpauschale geltend machen.

Hinweis:

Aufgrund des Freibetrages für investierte Gewinne, der nur bei einer vollständigen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-R) zur Anwendung kommt, ist es ohnehin fraglich (Günstigkeitsvergleich), ob die Betriebsausgabenpauschale in Anspruch genommen werden soll.
Zur Erinnerung Grundsätzliches zum Freibetrag: E-A-R haben ab 2007 die Möglichkeit, 10 % ihres Gewinnes, höchstens jedoch € 100.000,00 steuerfrei zu belassen. Voraussetzung dafür ist, dass dieser steuerfreie Betrag in begünstigte Wirtschaftsgüter investiert wird. Dazu zählen auch bestimmte festverzinsliche Wertpapiere.

Stand: 15. August 2007