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Beschleunigung der Auswahl der Mitarbeitervorsorge-Kasse ab 1.7.2005

Nach dem Abfertigungssystem „Neu“, das vor ca. drei Jahren in Kraft getreten ist, ist der Arbeitgeber verpflichtet, einen laufenden Beitrag iHv. 1,53 % des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an den zustän­di­gen Träger der Krankenversicherung (Gebietskrankenkasse) zu überweisen. Dieser leitet die Beträge an die MV-Kasse weiter.

Hat der Arbeitgeber keine MV-Kasse ausgewählt, bleiben die Beiträge beim Versicherungsträger liegen. Dies hat zur Folge, dass die MV-Beiträge nicht entsprechend veranlagt werden. Damit entgehen dem Arbeitnehmer Zinserträge.

Diesem Problem wird ab 1.7.2005 mit der Schaffung eines Zuweisungsverfahrens begegnet. Künftig werden Arbeitgeber, die innerhalb von 6 Monaten ab Beginn des Dienstverhältnisses noch keine MV-Kasse für ihre Arbeitnehmer ausgewählt haben, mittels Schreiben der Gebietskrankenkasse aufgefordert, dies binnen 3 Monaten nachzuholen. Lässt der Arbeitgeber auch diese Nachfrist verstreichen, wird ihm vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger eine MV-Kasse zugewiesen.

Stand: 15. Mai 2005