Möchten Sie zur mobilen Version wechseln?

Die Sozialversicherung bei niedergelassenen Ärzten

Pensionsversicherung
Niedergelassene Ärzte fallen unter die gesetzliche Pensionsversicherung nach dem FSVG. Der Beitragssatz beträgt 20%. Diese Beitragszahlungen stellen Betriebsausgaben dar. Daneben erhalten Ärzte die Pension des jeweiligen Wohlfahrtsfonds. Die Einhebung des Pensionsversicherungsbetrages erfolgt von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA).

Unfallversicherung

In der Unfallversicherung sind niedergelassene Ärzte ebenfalls nach dem FSVG versichert. Der Jahresbetrag beträgt fix € 87,60 und wird ebenfalls von der SVA eingehoben und stellen Betriebsausgaben dar.

Krankenversicherung

Grundsätzlich gibt es nach dem FSVG keine gesetzliche Krankenversicherung für niedergelassene Ärzte.
Über Antrag der Ärztekammer wurde eine Ausnahmeregelung (Opting-Out) erreicht. Ärzte verfügen über eine kammerinterne Krankenvorsorge, der sie verpflichtend angehören (Krankenbeihilfe, Kurbeihilfe, etc).
Da die Kammervorsorge im Krankheitsfall kaum ausreicht, besteht die Möglichkeit, sich durch Abschluss einer freiwilligen Krankenversicherung abzusichern.
Dabei kann gewählt werden zwischen der ASVG-Selbstversicherung, der GSVG-Selbstversicherung und der privaten Gruppenversicherung (dzt. Merkur-Versicherung). Die Beitragseinhebung erfolgt bei der privaten Gruppenversicherung durch die vierteljährlichen Beitragsvorschreibungen durch die Ärztekammer.
Bei der Auswahl der Krankenversicherung ist empfehlenswert, nicht nur auf die Beitragshöhe zu achten, sondern auch die unterschiedlichen Leistungen der Krankenversicherungen zu vergleichen.
Prämien zur Krankenversicherung sind soweit abzugsfähig, soweit sie mit den Leistungsbereichen der gesetzlichen Krankenversicherung (Grundversorgung) vergleichbar sind.
Davon unberührt sind Leistungsbereiche, die als Taggelder ausbezahlt werden. Dabei sind die Taggelder jedoch als steuerpflichtige Betriebseinnahmen zu erfassen.

Stand: 15. Mai 2006