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Kosten für die Praxisvertretung

Dabei liegt in der Regel kein Dienstverhältnis im Sinne des Sozialversicherungs- und Steuerrechts vor, sondern ein Auftragsverhältnis. Die Honorarnote muss den Namen und die Anschrift des Praxisvertreters und des Praxisinhabers, den Zeitraum der Vertretungstätigkeit und das Vertretungshonorar beinhalten.

Beim Praxisinhaber sind grundsätzlich sämtliche Kosten für die Ordinationsvertretung als Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig. Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat jedoch bei einem Gemeindearzt, der in der Regel einen benachbarten Arzt mit der Vertretung beauftragt hat, erkannt, dass die Errichtung einer Vertreterwohnung im Einfamilienhaus nicht betrieblich bedingt ist und somit nicht als Betriebsausgabe absetzbar ist.

Beim Praxisvertreter liegen unecht umsatzsteuerfreie Umsätze vor. Ertragsteuerlich liegen Einkünfte aus selbständiger Arbeit vor.

Stand: 15. Mai 2006