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Mehrfachversicherung - Änderungen bei der Beitragserstattung

Seit Beginn des Jahres 2005 werden Überschreitungsbeträge dem Versicherten - spätestens bei Pensionsbeginn - zurückgezahlt. Die Erstattung kann jederzeit beantragt werden, die bisherige dreijährige Antragsfrist gibt es nicht mehr.
Während bis 2004 unabhängig davon, in welcher Höhe tatsächlich Beiträge gezahlt wurden, generell 11,4% der über die Höchstbeitragsgrundlage hinausgehenden Beitragsgrundlage erstattet wurden, gibt es ab 2005 eine andere Regelung.
Die Beitragserstattung orientiert sich an den tatsächlichen Beitragsleistungen des Versicherten.
  • ASVG-Beiträge werden daher (weiterhin) in halber Höhe, also mit 11,4%, erstattet.
  • GSVG- und FSVG-Beiträge werden im Jahr 2006 zur Gänze, dh. also mit 15,25% bzw. 20% zurückgezahlt.
Eine weitere Verbesserung: Die Beiträge werden immer aufgewertet überwiesen.
Liegt die Beitragsentrichtung entsprechend lang zurück, erhält man also die zuviel gezahlten Beiträge in voller Höhe und mit dem aktuellen Geldwert erstattet.

Krankenversicherung unverändert

In der Krankenversicherung bleiben die bisherigen Bestimmungen unverändert.
Die Beiträge werden unabhängig von der tatsächlichen Beitragsleistung allgemein mit 4% erstattet; die dreijährige Antragsfrist gilt weiter.

Differenzbeitragsvorschreibung empfehlenswert

Auf Antrag werden die Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge in der GSVG, die auf die Bemessungsgrundlage entfallen, die über der Höchstbeitragsgrundlage liegen, befreit. Sie werden somit auch gar nicht vorgeschrieben.
Bei einer mehrfachen ASVG-Versicherung (zwei Dienstverhältnisse) ist jedoch keine Differenzvorschreibung möglich, ein Rückerstattungsantrag ist notwendig.

Stand: 15. Mai 2006