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Begünstigte Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen: Änderung der Nachversteuerung

Nur Bilanzierer können diese Besteuerungsmöglichkeit (dazu ausführlich unsere Frühlings-Ausgabe) in Anspruch nehmen. Es besteht die Möglichkeit des Wechsels von der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zur wesentlich aufwendigeren Bilanzierung.

Unverändertes Grundkonzept

Der nicht entnommene Gewinn (= Eigenkapitalanstieg) errechnet sich wie folgt: Steuerlicher Gewinn zuzüglich betriebsnotwendige Einlagen abzüglich Entnahmen.

Dazu korrespondierend ist der Nachversteuerungsbetrag jener Betrag, um den die Entnahmen den steuerlichen Gewinn zuzüglich den betriebsnotwendigen Einlagen übersteigen. Der Nachversteuerungsbetrag ist mit jenem Betrag beschränkt, der in den vergangenen sieben Jahren begünstigt besteuert worden ist. Die Nachversteuerung ist zunächst für den begünstigten Betrag des zeitlich am weitesten zurückliegenden Wirtschaftsjahres vorzunehmen.

Nachversteuerung entsprechend der Rechtslage ab 2007

Nach der Neuregelung wird der Nachversteuerungsbetrag mit dem Hälftesteuersatz des Jahres der Inanspruchnahme der Begünstigung versteuert. Klargestellt wird auch, das der Nachversteuerungsbetrag nicht den Gesamtbetrag des Einkommens einbezogen wird. Damit kommt es zu einem Ausgleich exakt jenes Vorteils, der bei Inanspruchnahme der Begünstigung erzielt worden ist. Im Fall der Nachversteuerung kann der Steuernachteil daher nicht größer sein als der seinerzeitige Steuervorteil. Es werden damit sowohl übermäßige Nachversteuerungen als auch unsachliche Besteuerungsvorteile vermieden.

Stand: 15. Mai 2007