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Freibetrag für investierte Gewinne in Wertpapiere

Folgendes Beispiel soll die Zusammensetzung der lukrativen Rendite erläutern:
Ein E-A-R hat ein Einkommen von € 80.000,00. Damitrifft ihn eine Steuerprogression von 50 % (Grenzsteuersatz). Wenn er ab 2007 € 8.000,00 (= 10 % seines Gewinnes) in diese Wertpapiere investiert, bekommt er durch die Steuerersparnis € 4.000,00 „vom Fiskus zurück“. Das heißt, er setzt tatsächlich nur € 4.000,00 für den Wertpapierverkauf ein.

Weiters erhält er für vier Jahre die Zinsen für € 8.000,00. Diese betragen momentan etwa 5 % p. a.. Somit ergeben sich für den eingesetzten Betrag von € 4.000,00 10 % vor KESt, nach KESt-Abzug also etwa 7,5 % endbesteuert. Das bekommt er vier Jahre. Es ergibt sich eine Rendite von 30 % (4 mal 7,5 %).
Nach Ablauf der vier Jahre („Tag zu Tag”-Berechnung gilt für diese Behaltedauer) bekommt er für die eingesetzten € 4.000,00 seine € 8.000,00 zurück, das ist also eine Rendite von weiteren 100 %.
Nach vier Jahren hat der E-A-R daher eine Rendite von insgesamt 130 % nach Steuern.
Aufgrund des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes vom 6.10.2006 wurde die Verpflichtung, Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen mittels Wertpapieren zu decken, als verfassungswidrig aufgehoben. Die Investition in diese Wertpapiere bleibt jedoch unverändert möglich.

Stand: 15. November 2006